Chillhan

Labyrinth

Dieser Song ist mein persönliches Lieblingslied, da er von dem Gegenwind erzählt, welcher einem ins Gesicht schlägt, wenn man seinen Traum verwirklichen will.
Um sich seinen Traum zu erfüllen, muss man ein Risiko eingehen, da man keinen vorgepflasterten Weg nehmen kann.
In unserer Gesellschaft mit ihrer heutigen Ausprägung kann man auf nur wenige Sicherheiten zurückgreifen.
Auf dem Arbeitsmarkt gibt es fast keine unbefristeten Arbeitsverhältnisse mehr.
Ständig muss man auf Zack sein, einen lückenlosen Lebenslauf vorweisen, viele Praktika machen, Auslandserfahrungen sammeln, am besten mehrere Sprachen gleichzeitig sprechen können usw.

Es ist schwer geworden, das Leben zu planen. Und das Tempo ist immens.
Aus diesem Grund ist es ziemlich schwierig, ein Risiko einzugehen.
Es ist nahezu unmöglich, den Anker auszuwerfen, das Boot für einen Moment zum Stehen zu bringen und sich von der anstrengenden Reise zu erholen – oder einfach Mal über sie nachzudenken.
Die allermeisten Menschen gehen gar kein Risiko ein.

Doch Träume sind nun einmal Risiken.

Aber wie war es bei uns?

Schauen wir einmal in das Jahr 2013, als alles begann.
Zum ersten Mal blickt Chillhan in die wunderschönen Augen seiner großen Liebe – die Musik hat ihn für immer verzaubert. Und es gibt kein Zurück mehr. Er begibt sich auf eine weite, ungewisse Reise. Don Jahin kommt mit.
Bald darauf springt auch Rager the Rager ins Boot.
Und jetzt ist auch Rian dabei.
Das Ziel ist klar definiert: Sie wollen Musik machen.
Doch dafür gibt es keinen Kompass, kein Navi, kein GPS. Nichts.
Nur der Glaube an das unentdeckte Land mit dem verborgenen Schatz hält sie auf Kurs.

Es ist und bleibt ein Risiko.

Im Songtext von Labyrinth heißt es:

Jeder Schritt erfordert Kraft, die Beine werden schwer,

Ich weiß nicht, ob ich das schaff‘, es raubt den letzten Nerv,

Ich lauf‘ mit Kopf und Herz,

Irgendwann werd‘ ich belohnt für den täglichen Schmerz

Die Reise ist anstrengend, voller Heimtücke und Hindernisse. Die genaue Richtung ist unbekannt, alles scheint intuitiv.
Die Beine werden schwer, doch man läuft weiter.
Irgendwann wird sich die Anstrengung schon noch auszahlen.
Nicht nur die permanente Überbelastung bereitet einem Kopfschmerzen.
Vielmehr sind es die persönlichen Zweifel, die einem „den letzten Nerv rauben“.

Im zweiten Part des Songs heißt es:

 

Auf einmal denk‘ ich: Ist es besser umzudrehen?

So schnell wie sich der Zeiger dreht, hinter mir ein langer Weg,

So könnt‘ es gehen, das sind nächtelange Zweifel,

Sag‘ wie soll ich mich entscheiden?

 

Jeder stellt sich Mal die Frage:

Ist das eigentlich alles richtig, was ich tue?

Mache ich etwa einen fundamentalen Fehler?
Meine persönliche Lieblingszeile in dem Song ist die schlussendliche Erkenntnis, die einen wieder mit Klarheit beseelt:

 

Reflektierend wie ein guter Philosoph,

Finde ich die Lösung: In der Ruhe liegt der Tod.

 

Ruhe ist kein erstrebenswerter Zustand, da das Leben ein Prozess ist, der erst mit dem Tod endet.

Wenn es entgegen meiner Annahme tatsächlich einen Gott geben sollte und die Religionen Recht behalten, finden wir die Ruhe erst nach dem Tod, aber definitiv nicht in der Lebenszeit. Denn da müssen wir uns beweisen und zeigen, wie sehr wir es wollen – das Glück.
Das Streben nach Glück ist wie ein Test. Wir von kopfundherz wissen vielleicht nicht, wie der richtige Weg zum Ziel aussieht.
Doch wir wissen, was Glück für uns bedeutet.

Musik.

Musik.

Musik.

Musik.

Musik.

Musik.

Musik.

Musik.

Musik.

Musik.

Musik.

Musik.

Ficken.

 

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