Chillhan

Leben

 

 

Früher hatte immer jemand anderes über unser Leben bestimmt.

 

(Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/charlie-chaplins-der-grosse-diktator-unmissverstaendliche.871.de.html?dram:article_id=333900)

Im mittelalterlichen Europa beispielsweise war es die römisch-katholische Kirche, die das Denken und Handeln der Menschen beeinflusst und geprägt hat. Es gab kaum Raum für individuelle Lebensgestaltung. Hat man gegen die Doktrin der Kirche verstoßen, bekam man ernsthafte Probleme – Probleme heißt hier: Man wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

In totalitären Diktaturen wie im nationalsozialistischen Deutschland oder in vielen kommunistischen Staaten sagte die politische Führung, was richtig und falsch war. Hat man gegen die Leitlinien der Regierung verstoßen, kam man ins Gefängnis oder wurde gar hingerichtet.
Auch im Nachkriegs-Deutschland gab es eindeutige Muster, wonach man sein Leben zu richten hatte. Das Feindbild wurde klar gezeichnet, die allgemeine Gesinnung war konservativ und die Kirche hatte immer noch enormen Einfluss.
Das höchste der Gefühle der Menschen in den 1950er und 1960er Jahren war es, eine Ausbildung zu machen, einen Job anzutreten, einigermaßen Geld zu verdienen, eine Familie zu gründen und im Idealfall ein Haus zu kaufen. Sonntags ging man in die Kirche und hat sich ansonsten in der Gemeinde engagiert – nicht zuletzt auch deshalb, um seine Seilschaften zu pflegen.
Vertrat man einen davon abweichenden Lebensstil, wurde man schnell gesellschaftlich geächtet und war außen vor.

 

Und wie sieht es heute aus?

Gibt es auch im modernen Smartphone-Deutschland eine vorgegebene Lebensweise?

Natürlich gibt es die.

 

Auch heute noch herrschen Traditionen und gesellschaftliche Tabus, die einem vorschreiben, was das „richtige“ und „falsche“ Leben ist.

ABER:

Im Zeitalter von social media gibt es nicht DIE EINE Instanz, die uns sagt, wie wir unser Leben zu führen haben und wie nicht. Es gibt unterschiedliche Lebensstile, die vor allem durch YouTube, Facebook und Instagram Anklang bei vielen Menschen finden. Allerdings steht es einem frei, welchen Lebensstil man für den richtigen hält. Man kann sogar unterschiedliche miteinander kombinieren.

Mit dieser Freiheit, bei verschiedenen Angeboten das für einen passende auswählen zu können, geht aber auch eine entscheidende Komponente einher: Man kann sich nicht mehr zurücklehnen und einfach nach dem Muster leben, das die jeweilige Autorität vorgezeichnet hat. Das Zepter liegt in unseren Händen. Ich würde sogar behaupten, dass wir GEZWUNGEN sind, unseren eigenen Weg zu pflastern, da das keine Instanz mehr für uns tut.

Ob Kirche, Staat, gesellschaftliche Tradition oder sonst eine Autorität:

 

Niemand definiert unseren Lebenssinn. Wir müssen das selber machen.

Denn Freiheit bedeutet Verantwortung und Verantwortung ist leider oft sehr anstrengend. Die Zeiten der Bequemlichkeit sind vorbei.

 

Über diesen Versuch zur Selbstermächtigung erzählt unser Song „Leben“. 

„Niemand sagt mir, dass mein Leben mich bald übernimmt,

Ich such‘ ’ne Stimme, die mir sagt: Dein Leben macht Sinn,

Jemand der mir sagt: Da geht es entlang!

Doch ich weiß, mein Leben liegt in meiner eigenen Hand“

 

Es erfordert permanente Wachsamkeit, Achtsamkeit und Fokus, die Zügel Deines Lebens in DEINER Hand zu behalten.

Manchmal kannst du den Griff lockern,, manchmal musst du ihn wieder anziehen.

Doch wenn Du loslässt, fährt die Kutsche deines Lebens weiter – und zwar ohne, dass du die Richtung bestimmst.

Ob Du dann damit zufrieden sein kannst, wo Du schlussendlich ankommst, wage ich zu bezweifeln.

(Quelle: http://www.areto-coaching.de/portfolio/der-weg-zum-erfolg/)

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